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Zur modernen Globalisierung gehört dieses hohe Maß an Selbstreferenz und Selbstsichtbarkeit. Schon seit jeher hing alles mit allem irgendwie zusammen. Aber früher waren Prozesse hinter dem Rücken der Beteiligtenen. Heute indes gehört die zwischen Euphorie und Hysterie schwankende Selbstwahrnehmung der Vernetzung zur modernen Globalisierung. Sie bedeutet also erstens Vernetzung an sich und zweitens Vernetzung, von der man weiß oder besser: um die man weiß - weil man es ja nicht so genau weiß, sondern nur überhaupt weiß, wie sehr alles miteinander verknüpft ist. Moderne Globalisierung ist selbstreferentiell und, was die kommunikativen Techniken betrifft, vollzieht sie sich inzwische in Echtzeit. Es wächst die Bewegung von Globalisierungskritikern, die virtuos die weltumspannenden Informations und Globalisierungstechniken nutzen.
R.Safranski
So weit so gut, wenn das sogar schon ein Historizist anerkennt. Nur leider hat in breitgemachter Lethargie globales Interesse wenig Platz in der Bloggergemeide. Man schöpft klassische Feindbilder ab, auf dass es ein - obwohl man sich die Unabhägigkeit als oberste Legitimität auf die Stirn tätowiert hat - breites Publikum lese, woran es ja auch garnichts auszusetzen gibt. Doch gerade Blogs mit etablierter Leserschaft, gut vernetzt und täglich aufs neue in sich verweisend, nehmen [s]einen speziellen Grundsatz des Journalismus[/s] ihre schlichtweg vorhandene Verantwortung viel zu wenig wahr: humanistische Ziele stehen einfach zu weit hinter persönlichen Alltagserfahrungen zurück. Man schließt sich an das globale Hirn an, aber verfängt sich im Autismus. Der Alternative Ethos ist geschaffen und man liebäugelt und experimentiert mit seiner Schlagkraft, aber hält sich für zu eigenwillig gemeinsame Ziele (die über den jamba!- Diss hinausgehen) zu etablieren.
[upd] hier gibt es Aufklärung über die rechtlichen Rahmenbedingungen über den Widerstand im Netz
„Die Eliten fühlen sich zu wenig verantwortlich“ bei Cicero
R.Safranski
So weit so gut, wenn das sogar schon ein Historizist anerkennt. Nur leider hat in breitgemachter Lethargie globales Interesse wenig Platz in der Bloggergemeide. Man schöpft klassische Feindbilder ab, auf dass es ein - obwohl man sich die Unabhägigkeit als oberste Legitimität auf die Stirn tätowiert hat - breites Publikum lese, woran es ja auch garnichts auszusetzen gibt. Doch gerade Blogs mit etablierter Leserschaft, gut vernetzt und täglich aufs neue in sich verweisend, nehmen [s]einen speziellen Grundsatz des Journalismus[/s] ihre schlichtweg vorhandene Verantwortung viel zu wenig wahr: humanistische Ziele stehen einfach zu weit hinter persönlichen Alltagserfahrungen zurück. Man schließt sich an das globale Hirn an, aber verfängt sich im Autismus. Der Alternative Ethos ist geschaffen und man liebäugelt und experimentiert mit seiner Schlagkraft, aber hält sich für zu eigenwillig gemeinsame Ziele (die über den jamba!- Diss hinausgehen) zu etablieren.
„Die Eliten fühlen sich zu wenig verantwortlich“ bei Cicero
Tose - 23. Feb, 00:15